VfL Tegel Handball
Heimspiel gegen HV GW Werder e.V. PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Blackbeard   
Dienstag, den 24. Oktober 2017 um 13:46 Uhr

Jeden verdammten Samstag

Am verstrichenen Samstag hatte der HV GW Werder e. V. als nächste Mannschaft die waghalsige Idee sich in den Tempel, die heilige Stätte des Nordens, den allseits bekannten Hatzedom zu begeben. Für die Mannen aus Werder konnte da nur ein Sieg mitgenommen werden und wurde selbstverständlich vorausgesetzt. Wir waren also mal wieder die Butter auf dem Brot des Gegners,

jedoch wollten ihnen nicht nur diese überlassen, sondern gleich mal die ganze Stulle klauen.  Wer uns kennt, weiß, dass gerade auf unserer Platte mit Feuer und Leidenschaft in jedes Gerangel hineingegangen wird, obgleich, wie an diesem Spätnachmittag, auf der anderen Seite ein Absteiger der dritten Liga steht. So wollten wir wie immer mit einer sicheren Abwehr und spielerischem Witz eine solide Partie für alle Fans darbieten. Das Spiel begann und wir landeten direkt den ersten Treffer. Der ein oder andere skeptische Tegel-Fan mag zu diesem Zeitpunkt vielleicht gedacht haben: „Jetzt nur noch den Ball holen und dann an der Eckfahne die nächsten 58 Minuten runter laufen lasse, um die einzige Führung des Spiels zu halten.“ Jedoch entwickelte sich das Spiel zu einem überraschend ausgeglichenen Schlagabtausch in dem wir oftmals die Nase sogar weiter vorn hatten. Bis zum 7:7 Ausgleich unsererseits waren mal wir, mal die Gäste mit ein bis zwei Toren weg und unsere Abwehr schien die gegnerischen Reihen vor eine sehr schwere Aufgabe zu stellen. Daraus folgend zeichnete sich dann ein mysteriöses, zuvor nicht auszudenkendes Schauspiel ab – die saftig grünen Werderaner wusste sich zunächst nur noch mit dem siebten Feldspieler zu helfen, um unser Abwehrbollwerk zu knacken. Doch mit unserem heiß-gelaufenen Veteran, Opa a.k.a. „der brodelnde Kessel“ Lüer und dem goldenen Engel in der Abwehr zerschellten auch die nächsten Angriffsversuche in Überzahl überwiegend. Alleinig unsere Torausbeute konnte zu dieser Phase des Spiels wieder einmal kritisiert werden, da wir verdient mit mehr als nur ein bis zwei Treffern hätten führen müssen und zu viele eindeutige Chancen vergaben. Des Weiteren war unserer Schlussmann leider noch nicht ganz auf die 40-Meter Würfe auf ein leeres Tor trainiert worden und konnte sich deshalb nur zwei Mal in die Torschützenliste eintragen, da mehrere Bälle unglücklich am Pfosten abprallten oder der Wind sie wohl in der Luft auf diesem langen Weg erfasst haben musste. Am Ende der ersten Hälfte kamen die Werderaner aufgrund der fehlenden Ausbeute vorn wieder ran und glichen zum 12:12 Pausenstand aus. In der Kabine musste nicht groß gegrübelt werden, da wir in der ersten Hälfte stark gespielt hatten und lediglich die Würfe vorne in das Netz befördert werden mussten. Dennoch wussten wir, dass wir schon häufiger mal den Beginn der zweiten Hälfte verschlafen hatten und so waren wir auch diesmal scheinbar von der leuchtenden Farbe der gegnerischen Trikots hypnotisiert, denn diese warfen munter bis zum 12:16 auf unser Tor. Ich dachte bis dato grün wäre in der Schule als Tafelfarbe gewählt worden, da man dadurch konzentrierter ist, aber scheinbar wirken diese farbpsychologischen Tricks nicht mehr nach der Volljährigkeit. Das Spiel drohte zu kippen, aber wir kämpften uns bis zu einem 20:21 vier Minuten vor Ende der Partie ran und wollten die Punkte keinesfalls hergeben. Eine hitzige Schlussphase konnte wieder einmal gewittert werden und so war es auch - 20:22 und der Anschlusstreffer 21:22 der ein Strahl von Kai-Uwe, eigentlich sonst nur als Angreiferschreck in Aktion, aus der eigenen Hälfte in ein wiedermal leeres Tor war (der Treffer wurde aufgrund einer unübersehbaren, zwillingsgleichen Ähnlichkeit unserem Denker und Lenker Jörn „Ballduon“ gegeben). Ein Tor von Grün Weiß Werder konnte das Spiel nun entscheiden. Der Wurf kommt, aber prallt an unserem Torwächter Axxelent ab gegen den gegnerischen Angreifer und ins Aus. Unser Einwurf und noch ungefähr 40 Sekunden zu spielen um mindestens einen Punkt mitzunehmen? Nein! Das Schiedsrichtergespann entscheidet auf Einwurf für GW Werder und gibt ihnen damit unglücklicherweise die Möglichkeit die Zeit bis auf acht Sekunden vor Schluss herunterzuspielen und zum 21:23 Endstand zu vollenden. Eine ärgerliche Fehlentscheidung, jedoch wissen wir allemal, dass der Sieg heute wieder bei uns auf der Strecke geblieben ist, da wir mit einer guten Torausbeute mehr als nur realistische Chancen gehabt hätten die zwei Zähler auf unserem Konto anzulegen. Umso ärgerlicher, dass eine gute handballerische Leistung mal wieder knapp an einer Belohnung für uns vorbeischrammt. Wie eine Sprachlegende des etwas weniger brillianten Ballsportes einmal sagte: „Wir dürfen jetzt nicht den Sand in den Kopf stecken!“ (Lothar Matthäus) Wir haben gesehen, was wir können und an welchen Stellen es hapert, um endlich wieder Zählbares einzukassieren. Daran gilt es über die Ferien bis zum nächsten Spiel zu arbeiten und dann auch umzusetzen!

Ganz großen Dank an dieser Stelle einmal an die vielen Helfer und Fans, die uns immer unterstützen und uns ein starker Rückhalt sind. Expliziter Dank geht an dieser Stelle außerdem an unsere Helferin Gabi Schücke, die uns trotz des Tumults in den letzten Wochen am letzten Spiel tatkräftig geholfen hat – Diese Einstellung ist gewiss nicht selbstverständlich!

Kapitän Ahoi Pow Pow!

Blackbeard

 
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