VfL Tegel Handball
Spielbericht auswärts gegen den Ludwigsfelder HC PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Vincenso   
Montag, den 16. Oktober 2017 um 18:36 Uhr

Ludwigsfelde wird Favoritenrolle gerecht

Nach einigen turbulenten Wochen, gerade in personeller Hinsicht, sollte endlich wieder Ruhe und Konstanz in die Reihen des VfL Tegel einkehren. Leider hatten wir nicht gerade ein einfaches Spiel vor der Brust, ging es doch in die Stadtsporthalle nach Ludwigsfelde, die die Gastgeber laut Social Media "zum brennen (sic) bringen" wollten. Dort waren wir in der vergangenen Saison verdientermaßen gewaltig unter die Räder geraten und so lautete unser Mindestziel, solch ein Debakel nicht zu wiederholen. Dennis Niehusen

stellte die Mannschaft zu seinem Debüt auf der Tegeler Bank gerade in der Abwehr um. Mit einer offensiveren und beweglicheren Deckung wollten wir den Gegner zu Fehlern zwingen und wenn möglich im Gegenzug einfache Tore erzielen. 

Leider verschliefen wir den Anfang komplett. Der neutrale Beobachter könnte meinen, wir hätten über all der Umstellung hinten unser Handwerk vorne vollkommen verlernt. Erst nach über acht Minuten gelang uns der erste Treffer (4:1). Im Anschluss fanden wir langsam ins Spiel und konnten den Abstand auf drei Tore halten (7:4, 11:8). Nachdem Ludwigsfelde in der letzten Minute der ersten Halbzeit noch einmal das 12:8 erzielen konnte, konterten wir vier Sekunden vor Schluss mit einem Treffer, der für die Moral unglaublich wichtig war. Da die Gastgeber zusätzlich kurz zuvor eine Zeitstrafe kassierten, konnten wir mit einem guten Gefühl in die Pause gehen. In der Kabine wurde nochmals an einigen Stellschrauben gedreht. Bis auf die Anfangsphase hatten wir uns gut verkauft, also konnten wir mit breiter Brust in die zweite Hälfte starten.

Diese fing für uns auch überaus vielversprechend an. Immer noch in Überzahl gelang uns kurz nach Anpfiff der Anschlusstreffer zum 12:10. Nun spürte die Halle, dass ihre Mannschaft sie brauchte und angespornt durch die Fans und wieder vervollständigt, stabilisierte Ludwigsfelde sein Spiel zunehmend. Wir stemmten uns tapfer dagegen und konnten den Abstand bis zur 46. Minute in erträglichem Ausmaß halten (19:15). Dann wiederholte sich leider die Geschichte vom Anfang des Spiels und auf einmal stand es 10 Minuten vor Ende der Partie 22:15. Letzte Saison wäre dies der absolute Knockout für uns gewesen und in dessen Folge hätten wir das Spiel wahrscheinlich deutlich abgegeben und uns vollkommen unter Wert verkauft. Nicht so dieses Mal. Mit dem einen oder anderen Quäntchen Glück auf unserer Seite und einer finalen, großen Kraftanstrengung schafften wir es in den folgenden sechs Minuten auf drei Tore an unsere Gastgeber heranzurücken (23:20). Es kündigte sich bereits ein Silberstreif am Horizont an, aber der LHC fing sich wieder und tütete die zwei Punkte am Ende doch sicher ein. Endstand 25:20.

Unser Glückwunsch geht an den LHC und an Elo. Die Gastgeber feiern einen unter dem Strich verdienten Sieg. Aber auch wir können viel Positives aus dieser Partie ziehen. Die neue Abwehrformation schien ein gutes Mittel zu sein und, anders als bisher, bewiesen wir bis zum Schluss Moral. Auch nächste Woche werden wir diese wieder im Gepäck haben müssen, wenn uns der Drittligaabsteiger HV GW Werder im Hatzedom beehrt. Anpfiff ist am 21.10. um 17 Uhr.

PowPow

 

 
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